"Grünes Licht für Aufnahme"

Aktion für Geflüchtete an der belarussisch-polnischen Grenze

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko lässt Tausende Geflüchtete aus Syrien, dem Irak und Afghanistan an die Grenze zu Polen bringen. Die Europäische Union (EU) lässt Polen ihre Grenzen schützen. Die Geflüchteten harren im kalten Grenzgebiet aus und wissen nicht, wie und wann und ob es weitergeht. Der Internationale Tag der Menschenrechte am 10. Dezember ist geeignet, auf diese Not erneut hinzuweisen.

Vom 10. bis zum 12. Dezember – vom Tag der Menschenrechte bis zum dritten Advent, stellen Menschen bundesweit grüne Lichter in Fenster, vor Rathäuser und Kirchen – so wie die Anwohner:innen im polnischen Grenzgebiet.

Viele polnische Anwohner*innen sehen dem Leid nicht tatenlos zu. Sie zünden ein grünes Licht in ihren Fenstern an und signalisieren den Schutzsuchenden: Hier bekommt ihr Hilfe, eine Decke, eine warme Suppe.

Manche Gemeinden strahlen ihre Gebäude grün an. Das Licht leuchtet, um Solidarität zu bekunden. Es fordert die EU auf, Menschen in Not zu retten.

gruene KircheWebBild: Silke Beckedorf

Aktion „Grüne Türme“ auch in Potsdam-Paaren

Auf Initiative unserer Kirchengemeinde erstrahlt deshalb auch unsere Dorfkirche in Paaren an diesem Wochenende in grünem Licht. Die Aktion vom 10. bis zum 12. Dezember 2021 soll auf die bedrohliche Situation der Geflüchteten an der polnisch-belarussischen Grenze aufmerksam machen.

Mit dem grünen Licht richten Tausende Menschen eine klare Forderung auch an die neue Bundesregierung: Sie muss das Leid an der Grenze beenden und die Menschen in den Wäldern vor dem Tod bewahren.