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Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Uetz-Paaren bewirbt sich für Bürgerbudget der Stadt Potsdam

Für die Durchführung der sogenannten „Bürger-Budgets" konnten sich vom 25. Januar bis 21. Februar 2021 interessierte Kooperationspartner bewerben. Für uns bewarb sich der Förderverein in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Uetz-Paaren für die Anschaffung einer Reanimationspuppe zu Ausbildungszwecken.

Ziel ist es verschiedene Institutionen wie z.B. Schulen, Kindertagesstätten, Vereine aber auch die Freiwilligen Feuerwehren im Potsdamer Norden die Durchführung von Reanimationsausbildung anzubieten und durchzuführen.

Hintergrund für das Bürger Budgetbuergerhaushalt foto daenzerBürgerhaushalt vor Ort 

Der Potsdamer Bürgerhaushalt wurde in diesem Jahr um ein neues Format ergänzt – die Bürger-Budgets. Erstmalig steht Interessierten damit ein Instrument zur Verfügung, das eine direkte Gestaltung im Stadt- oder Ortsteil ermöglicht. Für die Durchführung der Bürger-Budgets stellt die Landeshauptstadt Potsdam im Jahr 2021 insgesamt 120.000 Euro bereit. Diese Summe teilt sich auf die sechs Potsdamer Sozialräume. Für uns bedeutet Sozialraum der „Potsdamer Norden“. Pro Sozialraum wird ein Kooperationspartner gesucht, dem dann 20.000 Euro zur Verfügung stehen. Davon sind mindestens 18.000 Euro zur Umsetzung der Bürgervorschläge und bis zu 2.000 Euro für die Organisation zu verwenden.

Auf Vorschlag der Potsdamerinnen und Potsdamer können mit Hilfe der Bürger-Budgets konkrete Maßnahmen direkt im Kiez finanziert werden. Denkbar sind kulturelle, sportliche und soziale Projekte aber auch Anregungen, die der Gestaltung der Stadt- oder Ortsteile dienen. Pro Vorschlag stehen maximal 5.000 Euro zur Verfügung. Ziel der Budgets ist es, das unmittelbare Lebensumfeld mitzugestalten und zu verbessern.

Ausführliche Projektbeschreibung zur Realisierung „Reanimationspuppe“

Die Bundesrepublik Deutschland besitzt eines der modernsten und effektivsten Rettungssysteme, den-noch benötigt der Rettungsdienst im Durchschnitt circa 10 Minuten bis zum Eintreffen am Notfallort. Notfallmedizinische Hilfe ist also niemals sofort verfügbar. Diese Situation wird durch geografisch gegebene Entfernungen des ländlichen Raumes noch erschwert. Erfahrungen haben gezeigt, dass oftmals gerade die ersten Minuten nach dem Unfall oder der akuten gesundheitsbedrohlichen Erkrankung von entscheidender Bedeutung sind. Diese Wartezeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes können durch zufällig anwesende aktiv helfende Personen überbrückt wer-den und bildet somit einen wichtigen Bestandteil der Rettungskette. Ohne die Hilfe freiwilliger Laienhelfer vor Ort, würde das Rettungssystem massiv an Effizienz verlieren.

Ziel ist es, Mitmenschen zu motivieren, einer in Not geratenen Person zu Helfen. Diese Motivation wird immer dringlicher, da aus Angst etwas falsch zu machen, die fehlende tatsächliche Hilfsbereitschaft eher unterlassen wird. Die Ursachen dieses Problems sind vielfältiger Natur. Um die Scheu abzulegen und Übungen nicht an einem lebenden Wesen zu trainieren, werden heute Simulatoren eingesetzt, die den vorgegebenen Hygienevorgaben entsprechen. Medizinische Simulatoren wie Reanimationspuppen sind zum Erlernen und Trainieren der Herz-Lungen-Wiederbelebung im Rahmen der Ersten Hilfe inzwischen unverzichtbar. Übungspuppen sind essenzielle Helfer für die Vorbereitung auf Notfallsituationen, in denen eine medizinische Erstversorgung der verletzten Personen notwendig wird und helfen durch gewonnene Routine im Notfall gelassener und richtig zu reagieren. Ohne Wiederholung oder Anwendung tritt das so einst erlernte in den Hintergrund und wirkt sich nicht nachhaltig auf die Handlungssicherheit in einer Not-situation aus. Eine Stärkung der Hilfsbereitschaft und der Festigung der Erste Hilfe-Kenntnisse erfolgt nur durch regelmäßig und real-praktische Anwendungen. Entsprechend spielen geschulte Laien bei der Steigerung der Überlebensrate eine entscheidende Rolle.

Im Zusammenwirken zwischen dem Förderverein und der Freiwilligen Feuerwehr Uetz-Paaren, soll im Wege der Öffentlichkeitsarbeit die Möglichkeit der Teilnahme von Laien an Übungen zu einer medizinischen Erstversorgung an einer Reanimationspuppe ermöglicht werden. Es sind erlernbare Handgriffe, die einem Menschen in Not helfen und Komplikationen bzw. Schädigungen verhindern oder unter Um-ständen das Leben retten.

Zielführend ist vorgesehen, verschiedene Institutionen wie z.B. Schulen, Kindertagesstätten, Vereine aber auch die Freiwilligen Feuerwehren im Potsdamer Norden die Durchführung von Reanimationsausbildung anzubieten und durchzuführen. Mit der Gewährung einer Zuwendung zur Realisierung von Bürger-Budgets könnte ein solches Projekt möglich werden.

Derzeitiger Stand - Kooperationspartner werden ausgewählt

antragsforumular fuer kooperationspartner buerger budgetsFür die Durchführung der sogenannten „Bürger-Budgets" konnten sich vom 25. Januar bis 21. Februar 2021 interessierte Kooperationspartner bewerben, die dieses neue Beteiligungsangebot gemeinsam mit der Landeshauptstadt Potsdam realisieren wollen. Dazu zählen Träger von Bürgerhäusern, Vereine, Netzwerke, soziale Einrichtungen oder auch Stadtteilräte bzw. Ortsbeiräte oder andere ähnliche Institutionen.

 

 

 Alle eingereichten Anträge und Bewerbungen interessierter Partner werden derzeit geprüft.Über die Auswahl der jeweiligen Kooperationspartner vor Ort entscheidet das Lenkungsgremium Bürgerhaushalt.

  Grundsätzlich gelten dabei folgende Hauptkriterien:

  • Verständnis und Berücksichtigung des Konzepts zur Durchführung dezentraler Bürger-Budgets
  • Darstellung der Organisation des jeweiligen Bürger-Budgets
  • Einsatz innovativer Methoden im Rahmen der Beteiligung
  • Sicherung der Dokumentation der Ergebnisse
  • Referenzen und Erfahrungen.

Mit einem Beschluss wird voraussichtlich Mitte März 2021 gerechnet und das Ergebnis im Anschluss öffentlich bekannt gemacht.